| | Liebe Freundinnen und Freunde der Finanzwende, | | |
| wer kontrolliert eigentlich, wie wir bezahlen? Was auf den ersten Blick wie eine technische Frage wirkt, ist in Wahrheit eine Frage von Macht, Abhängigkeit und politischer Gestaltung.
Denn ein Großteil unserer elektronischen Zahlungen läuft heute über US-Konzerne wie Visa, Mastercard oder PayPal. Gleichzeitig drängen große Tech-Unternehmen immer weiter in den Finanzmarkt. Damit geht es längst nicht mehr nur um Bequemlichkeit, sondern um die Kontrolle über zentrale Infrastruktur – und über sensible Daten. Genau hier entscheidet sich, wie unabhängig Europa in Zukunft sein wird.
Der digitale Euro könnte ein wichtiger Teil der Lösung sein: ein öffentliches, sicheres Zahlungsmittel, das als digitaler Zusatz zu unserem Bargeld dient und Europa unabhängiger von privaten Anbietern macht. Doch unsere neue Recherche zeigt, wie massiv die Bankenlobby dieses Projekt beeinflusst. Ihr Ziel: ein digitaler Euro, der möglichst unattraktiv bleibt und ihre Rekordprofite nicht gefährdet.
Gleichzeitig wird die Debatte gezielt verzerrt, auch von anderen Akteuren. Mythen über angebliche Überwachung oder das Ende des Bargelds sollen Verunsicherung schaffen und das Projekt diskreditieren. In unserem Mythencheck zeigen wir, was wirklich dahintersteckt – und warum es so wichtig ist, diese Erzählungen zu durchbrechen. Für uns ist völlig klar: Der digitale Euro darf und wird das Bargeld nicht ersetzen.
Deshalb machen wir Druck: Mit unserer Petition „Unabhängigkeit von Trump und Co.? Unbezahlbar!“ setzen wir uns dafür ein, dass der digitale Euro im Interesse der Bürger*innen gestaltet wird – als echte Alternative zu privaten Zahlungsanbietern und als Baustein für Europas finanzielle Souveränität.
Dass sich Engagement lohnt, zeigt auch ein aktueller Teilerfolg: Beim Schufa-Score haben wir gemeinsam mit über 400.000 Unterstützer*innen und anderen Verbraucherschützer*innen mehr Transparenz erkämpft. Ein wichtiger Schritt für besseren Verbraucherschutz – und ein Zeichen dafür, dass Veränderung möglich ist, wenn genügend Druck entsteht. | | | Und auch bei der Aufarbeitung von CumCum-Geschäften bleibt der Druck entscheidend. Während in Baden-Württemberg über eine neue Regierung verhandelt wird, setzen wir uns weiter dafür ein, dass illegale Steuermodelle konsequent aufgeklärt und verlorene Milliarden zurückgeholt werden. | | |
Die Themen dieses Monats zeigen: Ein gerechtes Finanzsystem entsteht nicht von selbst. Es muss politisch erkämpft, gestaltet und verteidigt werden – gegen starke Interessen und für das Gemeinwohl. Wir bleiben dran. Und wir freuen uns, wenn Sie uns dabei begleiten.
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.
Ihr Team Finanzwende
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| | Wallet Wars – Wie die Bankenlobby den digitalen Euro bekämpft | | |
| Der digitale Euro soll die sicherste Form unseres Geldes – unser Bargeld – auch digital zugänglich machen. Doch die Banken sind dagegen. Unsere neue Recherche zeigt: Mit einer massiven Lobbykampagne haben sie die Einführung gezielt ausgebremst und das Projekt nach ihren Interessen umgeformt. Ihr Ziel: ein digitaler Euro, der bewusst unattraktiv bleibt und ihnen möglichst wenig Konkurrenz macht. Auf dem Spiel steht nichts weniger als Europas finanzielle Souveränität und die Kontrolle über unsere Zahlungsinfrastruktur. Warum der digitale Euro nicht zum Spielball der Bankenlobby werden darf und was jetzt passieren muss, lesen Sie in unserem Report. | | |
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| | Mit dem digitalen Euro entscheidet sich, wie wir künftig digital bezahlen – und wer die Kontrolle darüber hat. Während Europa versucht, unabhängiger von Konzernen wie Visa, Mastercard oder PayPal zu werden, läuft eine massive Kampagne dagegen: Bankenlobby, aber auch rechtsextreme und verschwörungsideologische Stimmen verbreiten gezielt Mythen und schüren Ängste. Dabei geht es um viel – von unserer Privatsphäre bis zur finanziellen Souveränität Europas. Warum der digitale Euro und Bargeld nicht in direkter Konkurrenz stehen und die Angst vor einem „gläsernen Bürger“ unbegründet ist, lesen Sie in unserem Mythencheck | | |
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| | Frauen und Finanzen: Mehr als nur eine Frage individueller Entscheidungen | | |
| Frauen beschäftigen sich oft später und unter schwierigeren Voraussetzungen mit Geld – und das hat Gründe. Strukturelle Ungleichheiten und hartnäckige Klischees prägen bis heute sowohl den Umgang mit Finanzen als auch die Finanzprodukte, die Frauen angeboten werden. Im Interview erklärt Finanzwende-Gründungsmitglied Dani Parthum, warum Finanzbildung auch eine Frage von Macht und Gleichberechtigung ist, was hinter dem Begriff feministischer Finanzbildung steckt – und welche politischen Veränderungen nötig wären, damit Frauen finanziell wirklich gleichgestellt sind. | | |
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| | Mehr Transparenz bei der Schufa! | | |
| Bereits im Newsletter im Februar hatten wir nochmal zur Unterstützung unserer Petition „Schufa: Finger weg von meinem Konto“ aufgerufen, denn die Schufa machte ihren Score lange Zeit zum Geschäftsgeheimnis. Jetzt heißt es: Der jahrelange Einsatz hat sich gelohnt. Gemeinsam mit 400.000 Menschen, Campact als Petitionspartner und mithilfe von Gerichtsurteilen und dem hartnäckigen Engagement vieler Verbraucherschützer*innen hat Finanzwende einen wichtigen Teilerfolg für Verbraucher*innen eingefahren: Der neue Schufa-Score ist nun transparenter und verständlicher. | | |
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| | Unabhängigkeit von Trump und Co.? Unbezahlbar! | | |
| Ob im Supermarkt, im Restaurant oder auf Reisen: Digitales Bezahlen gehört für viele längst zum Alltag. Doch hinter den meisten Transaktionen stehen US-Konzerne wie Visa, Mastercard und PayPal – europäische Alternativen gibt es bislang kaum. Gleichzeitig drängen Tech-Giganten wie Apple, Google und Alibaba immer stärker in den Zahlungsverkehr und sammeln dabei wertvolle Daten. Warum ist diese Abhängigkeit so riskant? Wer unsere Zahlungsinfrastruktur kontrolliert, kann im Zweifel auch politischen Druck ausüben. Deshalb fordern wir gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen: Europa braucht endlich eigene, unabhängige Zahlungssysteme – dabei kommt es vor allem auf die Rahmenbedingungen eines digitalen Euros als öffentliches Gut an. Wenn wir hier nicht mitmischen, werden die Interessen der Finanzlobby stärker sein. | | |
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| | Schaffe, schaffe, CumCum-Gelder zurückhole | | |
| Mit der Verlängerung von Aufbewahrungsfristen für Belege haben wir im vergangenen Jahr bereits einen wichtigen Teilerfolg erreicht – doch nun muss die gewonnene Zeit auch genutzt werden. Auch die Länder müssen deutlich aktiver werden. Nicht zuletzt Baden-Württemberg als wirtschaftsstarkes Bundesland und Standort der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die nachweislich lokalen Sparkassen illegale CumCum-Geschäfte anbot. Nach der Wahl am 8. März 2026 zeichnet sich ab, dass Grüne und CDU in Baden-Württemberg weiter zusammen regieren werden. Während die beiden Parteien über ihre Koalition verhandeln, haben wir in Stuttgart gegen ein „Weiter so” bei CumCum protestiert, um deutlich zu machen: Die neue Regierung von Baden-Württemberg muss die Aufklärung der illegalen CumCum-Geschäfte zur Priorität erklären. | | |
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 | | | so viel Prozent der Kartenzahlungen in der EU werden von nicht-europäischen Unternehmen abgewickelt.
Viele von uns kennen die Situation: schnell an der Supermarktkasse mit Karte oder Smartphone bezahlen – bequem, effizient, bargeldlos. Doch was dabei oft unsichtbar bleibt: Ein Großteil dieser Zahlungen läuft über nicht-europäische Zahlungsnetzwerke wie Visa, Mastercard oder PayPal. Das Problem dahinter geht weit über Komfort hinaus. Denn Zahlungen sind eine kritische Infrastruktur. Sie entscheiden darüber, ob unser Leben reibungslos funktioniert und Menschen am Alltag teilnehmen können. Wenn diese Infrastruktur überwiegend in den Händen weniger, außereuropäischer Konzerne liegt, entsteht eine gefährliche Abhängigkeit.
Gleichzeitig stoßen europäische Lösungen an ihre Grenzen. Nationale Systeme wie die Girocard funktionieren oft nur im Inland. Wer im EU-Ausland bezahlt, ist meist wieder auf Visa oder Mastercard angewiesen. Eine eigenständige europäische Zahlungsinfrastruktur? Bislang Fehlanzeige.
Dabei gäbe es eine Lösung: den digitalen Euro. Als öffentliches digitales Zahlungsmittel könnte er Europas Abhängigkeit verringern, für mehr Wettbewerb sorgen und Zahlungen sicherer sowie günstiger machen. Das hieße für Nutzer*innen ganz konkret: Mehr Kontrolle über unser eigenes Geld, besserer Datenschutz und geringere Gebühren für die Händler.
Doch genau das steht auf der Kippe. Die Bankenlobby versucht seit Jahren, den digitalen Euro auszubremsen und in ihrem Sinne zu gestalten. Ihr Ziel ist eine abgespeckte Version, die für Nutzer*innen möglichst unattraktiv bleibt und ihnen keine echte Alternative zu bestehenden Angeboten bietet. Das gefährdet nicht nur den Nutzen für Verbraucher*innen, sondern auch Europas finanzielle Souveränität.
Mit unserer Petition fordern wir deswegen einen digitalen Euro, der im Interesse der Bürger*innen gestaltet ist – und nicht nach den Vorgaben der Bankenlobby. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie der digitale Euro funktionieren kann, wo die Risiken liegen und was jetzt passieren muss, werfen Sie einen Blick in unseren Mythencheck und unser FAQ.
Gemeinsam mit Ihnen setzen wir uns dafür ein, dass Europa die Kontrolle über seine Zahlungsinfrastruktur zurückgewinnt – und digitale Zahlungen fair, sicher und unabhängig gestaltet werden. |
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| | Spendenkonto Bürgerbewegung Finanzwende e.V. IBAN: DE03 4306 0967 1226 5452 00 BIC: GENODEM1GLS |
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