Effektivzinssatz

25.10.2018

Anders als der Sollzinssatz enthält der Effktivzinssatz auch andere Kosten wie die Bearbeitungsgebühren. Er drückt aus, welche Kosten der Kreditnehmer in Relation zur Kreditsumme prozentual pro Jahr tragen muss. Er dient damit Vergleichszwecken mehr als der Sollzinssatz. Doch das Trügerische ist: Es gibt auch Kosten, die nicht im Effektivzinssatz beinhaltet sind. Und diese sind mitunter sehr hoch. Dies gilt beispielsweise in der Regel dann, wenn in Verbindung mit der Kreditaufnahme eine Restschuldversicherung abgeschlossen wird. In einer Studie im Auftrag von Finanzwende gab es den Fall, dass sich durch eine solche Versicherung schon sehr hohe Effektivzinsen von über 12 Prozent bei Einberechnung des Zusatzprodukts auf 25 Prozent praktisch verdoppelt haben. Was bedeuten so hohe Zinsen? Am Ende zahle ich bei einem solchen Hochzinsen an die Bank über 7 Jahre praktisch das Doppelte zurück, was ich am Anfang als Kredit aufgenommen habe. Und das, obwohl die Kreditsumme aufgrund der Rückzahlungen ja kontinuierlich zurückgeht.