Dispozins runter!

Zehn Prozent sind zu viel.

13.05.2020
  • Untersuchung von über 3.400 Kontenmodellen bei 1.250 Banken zeigt, dass Banken und Sparkassen im Durchschnitt fast zehn Prozent für einen Dispokredit verlangen.
  • Hohe Dispozinsen können in der Corona-Krise unverschuldet zu einer finanziellen Überlastung von Menschen beitragen und in die Überschuldung führen.
  • Dispozinsen von zehn Prozent und mehr sind nicht zu rechtfertigen. Finanzwende fordert Banken und Sparkassen auf, diese Praxis einzustellen.

Trotz eines historisch niedrigen Zinsniveaus verlangen Banken und Sparkassen in Deutschland immer noch Dispozinsen von durchschnittlich fast zehn Prozent. Dies hat eine Untersuchung von über 3.400 privaten Girokontenmodellen bei 1.250 Kreditinstituten für Finanzwende ergeben. Die Spanne der erhobenen Dispozinsen reichte dabei von 0 bis 13,75 Prozent. Mehr als die Hälfte der von untersuchten Banken bietet mindestens ein Konto an, bei dem zehn Prozent und mehr Zinsen verlangt werden, ergab eine Auswertung der FMH-Finanzberatung.