Postkarten an Europaabgeordnete

Kein Gas und Atom in der EU-Taxonomie

30.06.2022

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Gas und Atomkraft in einem Nachhaltigkeitsstandard grün anzustreichen wäre ein großes Problem. Die Taxonomie hätte in diesem Fall von vornherein kaum Glaubwürdigkeit. Dies zeigt schon die Umfrage. Und so könnte die Taxonomie das weitverbreitete Greenwashing bei Finanzprodukten nicht effektiv bekämpfen. Dabei wäre es wichtig, das Thema entschieden anzugehen. Verschiedene Untersuchungen der Finanzaufsicht und sogar eine Durchsuchung bei der Fondsgesellschaft DWS haben gezeigt, dass hier vieles im Argen liegt. 

Finanzwende setzt sich für nachhaltige und stabile Finanzmärkte ein. Die Taxonomie könnte ein wichtiges Instrument dafür sein. Mit unserer Postkartenaktion wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, dass das Europäische Parlament nachhaltige Finanzmärkte stärkt.

Was ist die Taxonomie?

Die Taxonomie ist eine Klassifizierung. Sie listet, welche Wirtschaftsaktivitäten ökologisch nachhaltig sind und definiert Mindeststandards für die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten. Sie dient als Grundlage für Finanzprodukte, die sich als nachhaltig bezeichnen. In der Zukunft sollen die ökologischen Kriterien um soziale Maßstäbe und Kriterien der guten Unternehmensführung erweitert werden. 

Worüber wird im Juli abgestimmt?

Es geht um die Einstufung von Gas und Atomkraft in der Taxonomie. Sind Investitionen in diesen Bereichen nachhaltig oder nicht? Eine Ablehnung würde Investitionen keineswegs beenden, sie könnten nur nicht als grün verkauft werden.

Für die Abstimmung hat die EU-Kommission einen sogenannten delegierten Rechtsakt festgelegt. Dies ist ein Dokument, das auf Grundlage der bereits beschlossenen Verordnung technische Details regeln soll. Einmal vorgelegt, kann so ein Rechtsakt nur durch eine qualifizierte Mehrheit im Rat der Mitgliedsstaaten oder eine einfache Mehrheit im Europaparlament abgelehnt werden. Genau um diese Mehrheit gegen den Akt zur Einstufung von Gas und Atomkraft geht es Anfang Juli im Europaparlament.

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