Banken

12.06.2020

Finanzwende kämpft für ein faires und nachhaltiges Finanzsystem – damit die Märkte wieder den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Dazu gehört auch eine Wende bei den Banken.

Da wären zum Beispiel die Landesbanken. Die Geschichte der Landesbanken ist leider auch eine Geschichte von Milliardenkosten, politischer Verflochtenheit und einem unbegreiflichen Ausmaß an Intransparenz. Für die Rettung verschiedener Landesbanken mussten allein seit Beginn der Finanzkrise 40,3 Milliarden Euro aufgewandt werden. Trotzdem sind am Ende fast alle Verantwortlichen straffrei davongekommen. Neben einer allgemeinen Analyse haben wir uns die einzelnen Landesbanken – darunter die HSH Nordbank, Bayerische Landesbank, WestLB, LBBW, Bremer Landesbank, Nord/LB und die Landesbank Berlin genauer anschaut.

Am Ende kam bei den Bankenrettungen der Steuerzahler auf. Auch deshalb wird seit Jahren über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer diskutiert, denn Befürworter sehen in ihr ein Mittel, die Banken an den Krisenkosten zu beteiligen. Außerdem soll so teilweise schädlicher Wertpapierhandel eingedämmt werden. Kritiker hingegen zweifeln an der Wirkung und fürchten eine Belastung speziell von Kleinsparern. Neben einer Übersicht zum Thema haben wir uns den aktuellen Stand der Debatte um die Einführung dieser Steuer angeschaut. Hier wird deutlich: Aus einer guten und wichtigen Idee wurde aus unserer Sicht ein Etikettenschwindel.

Darüber hinaus kämpfen wir für eine Schuldenbremse für Banken. Zu niedrige Eigenkapitalquoten waren mit eine der Hauptursachen der Finanzkrise. Obwohl das seit der Lehman-Pleite alle wissen, sind die Vorschriften für Banken aufgrund massiven Lobbydrucks immer noch viel zu lax. Wir fordern, dass Banken mindestens 10% der Bilanzsumme als Eigenkapital vorweisen müssen.