Logbuch Krise

Aktuelle Erklärungen und Einordnung zum Geschehen an den Finanzmärkten

15.05.2020

Derzeit erleben wir eine der heftigsten Wirtschafts- und Finanzkrisen in der Geschichte. Finanzwende Vorstand Gerhard Schick und das Finanzwende-Team geben im Krisen - Logbuch Erklärungen und Einordnung über die aktuellen Entwicklungen. Klicken Sie unten auf das jeweilige Datum um mehr zu erfahren.

Trotz eines historisch niedrigen Zinsniveaus verlangen Banken und Sparkassen in Deutschland immer noch Dispozinsen von durchschnittlich fast zehn Prozent. Dies hat eine Untersuchung von über 3.400 privaten Girokontenmodellen bei 1.250 Kreditinstituten für Finanzwende ergeben. Wir finden: Gerade in unverschuldeten Krisenzeiten ist das viel zu viel.  Mehr dazu im Video.

Staatshilfen in der Krise kassieren und gleichzeitig in Schattenfinanzzentren Steuern vermeiden? Warum wir eine Debatte brauchen, an welche Bedingungen Staatshilfen geknüpft sein müssen, erklärt Konrad Duffy im Video.

Ansteckend – das ist nicht nur der Virus in einer Pandemie, sondern auch Wirtschaftskrisen in anderen Ländern. Sehr selten schauen wir auf die Situation in sogenannten Entwicklungsländern. Im Video erklärt Marcus Wolf aus dem Finanzwende Team, warum aufgrund akuter Kapitalflucht aus diesen Ländern, Kapitalverkehrskontrollen sinnvoll sein können.

Staatshilfen in der Krise kassieren und gleichzeitig in Schattenfinanzzentren Steuern vermeiden? Was in Polen und Dänemark gerade erschwert wird, ist in Deutschland noch problemlos möglich. Warum wir eine Debatte brauchen, an welche Bedingungen Staatshilfen geknüpft sein müssen, erklärt Konrad Duffy im Video.

Trotz der letzten Finanzkrise und der anschließenden Regulierung neigt unser Finanzsystem auch in Zeiten von Corona zur Anfälligkeit. Warum das immer noch so ist, erklärt Michael Peters aus dem Finanzwende-Team im Video.

Organisierte Kriminalität und Gruppierungen wie die Mafia sind in der Coronakrise mindestens so aktiv wie zuvor. Die Profite aus illegalen Machenschaften landen dabei über kurz oder lang auch immer im legitimen Finanzmarkt. Was bedeutet dies bei der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung? Das erklärt Konrad Duffy im Video.

Heute lenkt Gerhard Schick den Blick auf Versicherungen und ihr Verhalten in der Krise. In guten Zeiten Prämien kassieren und sich in schlechten Zeiten windig herausreden? Es gibt derzeit eine spannende Auseinandersetzung im Bereich der Betriebsschließungsversicherungen. Manche Betriebe haben solche Versicherungen abgeschlossen - nun gibt es Versicherer, die nicht zahlen wollen.

Staatshilfen kassieren und gleichzeitig Gewinne an die Aktionäre ausschütten? Klingt komisch, könnte aber passieren. Warum Unternehmen in diesen Zeiten die finanziellen Mittel beisammen halten sollten, erklärt Michael Peters im Video.

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Tagen wirklich zahlreiche Hilfsprogramme aufgelegt auch und insbesondere für die deutsche Wirtschaft. Ein neues Hilfsprogramm, gerade für die Mittelständler gedacht, steht in der Kritik, dass es ein Banken-Hilfspaket sein könnte. Was an den Vorwürfen dran ist im Video.

Die Spreads für europäische Anleihen steigen bereits, die Gefahr von Spekulation gegen Nationalstaaten besteht weiter. Warum nicht aus den Fehlern der letzten Krise lernen? Mehr dazu im Video.

Die FED hat ein enormes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um der amerikanischen Wirtschaft zu helfen. Was sind dabei die Ziele der Zentralbank und wie versucht sie, diese zu erreichen? Teils können die Hilfen problematisch gesehen werden - mehr dazu im Video von Konrad Duffy.

Wie ergeht es den Kreditinstituten in der aktuellen Krise? Dies analysiert Gerhard Schick im Video. Er erklärt, warum er Aktienkurse für nicht ganz adäquate Indikatoren für deren aktuelle Situation hält und ob wir uns möglicherweise auf eine weitere Runde Bankenrettung einstellen müssen.

Die FED hat ein enormes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um der amerikanischen Wirtschaft zu helfen. Was sind dabei die Ziele der Zentralbank und wie versucht sie, diese zu erreichen? Teils können die Hilfen problematisch gesehen werden - mehr dazu im Video von Konrad Duffy.

Die europäische Bankenaufsichtsbehörde hat sich nun zu der Frage geäußert, ob Banken die Gewinne von 2019 ausschütten sollten. Sie hat empfohlen, Dividendenausschüttungen zu unterlassen. Wie ist diese Empfehlung zu bewerten? Und was ist eigentlich mit den Gewinnen von realwirtschaftlichen Unternehmen? Diese Fragen beantwortet Finanzwende-Vorstand Gerhard Schick im Video.

Bisher ist im Zusammenhang mit der Coronakrise im Wesentlichen über die Folgen in Europa und in den USA gesprochen worden. Bei uns stehen vor allem die Unternehmen im Vordergrund, die wir kennen, das ist völlig normal. Trotzdem ist es wichtig, den Blick einmal über den Tellerrand hinauszulenken. Eine globale Gesundheitskrise kann schließlich schnell zu einer globalen Wirtschaftskrise werden. Warum wir nun Verantwortung übernehmen sollten, erklärt Gerhard Schick im Video.

Thema dieser Folge sind wackelige Geschäftsmodelle am Beispiel von US-Fonds. Die Fonds kaufen langfristige Wertpapiere, beispielsweise Immobilienkredite, am Finanzmarkt auf und bedienen diese mit sehr kurzfristigen Krediten. In normalen Zeiten, läuft dies reibungslos ab, in der Krise wird diese Form der Geschäfte jedoch zum Problem. Warum das so ist, erklärt Finanzwende Vorstand Gerhard Schick im Video.

Menschen machen Fehler - aber zweimal denselben Fehler muss man nicht machen.

Genau das passiert allerdings gerade in Europa. 2008 hat die Kanzlerin verhindert, dass es einen gemeinsamen europäischen Rettungsfonds als Antwort auf die Bankenkrise gibt. Welche Folgen hatte dies? Und was ist nun in der Corona-Krise zu tun? Gerhard Schick gibt im Video Antworten.

Thema dieser Folge sind die Kapitalpuffer von Banken. Haushalte sollten für Krisenzeiten immer Lebensmittel im Schrank haben und Banken sollten für schlechte Zeiten genug Kapitalpuffer haben. Das ist Kapital, das ihnen auf jeden Fall zur Verfügung steht.

Das Problem ist dabei, dass die Banken in den schlechten Zeiten sagen, dass sie keinen Puffer errichten können und in den guten Zeiten ist der politische Druck nicht so groß, das zu machen. Zudem werden Eigenkapitalquoten oft noch schön gerechnet. Warum das ein Problem ist und was sich dazu nach der Lehman-Pleite getan hat, erklärt Finanzwende Vorstand Gerhard Schick im Video.

Thema dieser Folge ist eine lobenswerte Kooperation der amerikanischen und europäischen Zentralbank. Privathaushalte horten derzeit Toilettenpapier, Banken horten Dollar. Daher kam es in den letzten Tagen zu massiven Knappheiten am Dollarmarkt. Für die amerikanischen Banken stellt dies kein großes Problem dar, da die amerikanische Zentralbank FED unbegrenzt Dollar zur Verfügung stellen kann. Was aber machen europäische Banken? Sie können nicht einfach Dollar drucken. Warum das ein Problem ist und wie dies gelöst wird, erklärt Finanzwende Vorstand Gerhard Schick im Video.

Sollen Banken in der jetzigen Krisensituation Gewinne ausschütten an ihre Eigentümer, also an die Aktionäre? Dazu hatten wir in der vergangenen Woche auf Twitter eine kleinen Disput mit der Commerzbank. Wir finden, die Gewinne sollten in der aktuellen Situation bei der Bank verbleiben. Denn bei jedem Kredit, den eine Bank an ein Unternehmen vergibt, muss sie einen gewissen Teil an eigenen Mitteln einsetzen.

In normalen Zeiten ist es völlig okay, dass die Aktionäre am Gewinn des Vorjahres beteiligt werden. Aber die Situation hat sich drastisch geändert. Im Vordergrund muss jetzt stehen, dass die realwirtschaftlichen Unternehmen, von ihren Banken bestmöglich mit Krediten versorgt werden können. Mehr dazu im Video.

Führende Ökonomen aus Deutschland, aus dem progressiven und konservativen Spektrum, haben heute einen  Appell veröffentlicht: Es braucht einen Corona-Bond. Wir müssen diese Krise gemeinsam finanzieren. Dem schließen wir uns an. Mehr dazu im Video.

Die Agentur Bloomberg berichtet, dass ein Hedgefonds über 14 Milliarden Dollar einsetzt um gegen europ. Konzerne mit LeerverkäufeBei einem LeerverkaufBei einem Leerverkauf wird auf fallende Kurse eines Wertpapiers gesetzt. Dazu verkauft Person A an Person B beispielsweise eine Aktie zu einem bestimmten Kurs. Nehmen wir an, der Kurs beträgt am Tag der Verkaufsvereinbarung 17 Euro. Bei einem Leerverkauf gibt es nun zwei Besonderheiten: Erstens: der Deal zu 17 Euro je Aktie findet nicht sofort statt, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt. Zweitens: Person A hat die Aktien noch nicht, die er Person B verkaufen will. Die Hoffnung von Person A ist, dass der Kurs der Aktie bis zum Tag der Durchführung des Verkaufs fällt. So könnte sie die Aktie zu einem späteren Zeitpunkt günstiger am Markt einkaufen, zum Beispiel zu 16 Euro. Die Differenz wäre ihr Gewinn. wird auf fallende Kurse eines Wertpapiers gesetzt. Dazu verkauft Person A an Person B beispielsweise eine Aktie zu einem bestimmten Kurs. Nehmen wir an, der Kurs beträgt am Tag der Verkaufsvereinbarung 17 Euro. Bei einem LeerverkaufBei einem Leerverkauf wird auf fallende Kurse eines Wertpapiers gesetzt. Dazu verkauft Person A an Person B beispielsweise eine Aktie zu einem bestimmten Kurs. Nehmen wir an, der Kurs beträgt am Tag der Verkaufsvereinbarung 17 Euro. Bei einem Leerverkauf gibt es nun zwei Besonderheiten: Erstens: der Deal zu 17 Euro je Aktie findet nicht sofort statt, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt. Zweitens: Person A hat die Aktien noch nicht, die er Person B verkaufen will. Die Hoffnung von Person A ist, dass der Kurs der Aktie bis zum Tag der Durchführung des Verkaufs fällt. So könnte sie die Aktie zu einem späteren Zeitpunkt günstiger am Markt einkaufen, zum Beispiel zu 16 Euro. Die Differenz wäre ihr Gewinn. gibt es nun zwei Besonderheiten: Erstens: der Deal zu 17 Euro je Aktie findet nicht sofort statt, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt. Zweitens: Person A hat die Aktien noch nicht, die er Person B verkaufen will. Die Hoffnung von Person A ist, dass der Kurs der Aktie bis zum Tag der Durchführung des Verkaufs fällt. So könnte sie die Aktie zu einem späteren Zeitpunkt günstiger am Markt einkaufen, zum Beispiel zu 16 Euro. Die Differenz wäre ihr Gewinn.n zu spekulieren. Es darf nicht sein, das diese Krise zur Gewinnmaschine für ein paar wenige wird. Was jetzt zu tun ist im Video.

Die europäische Zentralbank hat ein Notprogramm in einem Volumen von 750 Milliarden Euro bis Ende 2020 angekündigt. Wertpapiere in dieser Größenordnung sollen aufgekauft werden. Allein auf die europäische Zentralbank zu setzen wäre falsch. Mehr dazu im Video.