Presse-Statement zur ausbleibenden Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs zu Corona-Bonds

27.03.2020

Presse-Statement von Gerhard Schick, Vorstand Finanzwende, zur ausbleibenden Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs zu Corona-Bonds:

„Wenn sich die Staats- und Regierungschefs nicht bald auf Corona-Bonds einigen, wird es am Ende teurer für Europa und unsere Staatskasse. Statt aus den Fehlern der Finanzkrise ab 2008 zu lernen, machen Frau Merkel und Co. in der Corona-Krise genau so weiter. In diese Krise sind die Länder unverschuldet geraten. Ökonomen, die bisher stets Euro-Bonds ablehnten, plädieren nun für Corona-Bonds. Unsere Regierung hat die Zeichen der Zeit dagegen nicht verstanden.

Schon in der letzten Krise verhinderte Deutschland europäische Solidarität. So wurden die Rettungsmaßnahmen teurer für die Gesellschaften, auch für Deutschland. Die europäische Einheit erhielt Risse. Gleichzeitig konnten bestimmte Spekulanten auf unsere Kosten von der Krise profitieren. Es ist bitter, dass die deutsche Regierung daraus offenbar nicht gelernt hat.“