Studienkredite: Zinsen runter, Chancen rauf!

Studienkredite: Zinsen runter, Chancen rauf!

Adressatin: Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger 

Zehntausende Studierende in Deutschland befinden sich gerade in finanziellen Nöten – und Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger kann etwas dagegen unternehmen. Grund ist die Entwicklung des Zinssatzes für neu abgeschlossene Studienkredite bei der staatlichen Förderbank KfW: Dieser hat sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt, von 3,76 Prozent (Sollzins) auf 9,01 Prozent, ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht.

Ein Instrument, um allen Menschen in Deutschland ein Studium zu ermöglichen, kann so zur Schuldenfalle werden – denn betroffen von den steigenden Zinsen sind auch Studierende, die bereits einen laufenden Kredit haben oder zurückzahlen. Erst Anfang Oktober hat die KfW die Zinsen erneut angehoben. Wir rufen die Ministerin deshalb auf, jetzt zu handeln!

Es ist nicht das erste Mal, dass die Entwicklung der Studienkredite für Schlagzeilen sorgt. Nachdem die KfW 2008 den Zinssatz auf 7 Prozent angehoben hatte, redete Stark-Watzingers Vorgängerin Annette Schavan Vertreter*innen der Förderbank ins Gewissen. Die drastische Erhöhung wurde daraufhin in Teilen zurückgenommen. 

Diesmal ist die Situation noch dramatischer: Die Zinsen sind höher, mehr Menschen betroffen. Und das in einer Situation, in der der Lebensunterhalt für Studierende ohnehin kaum zu schultern ist. Ob Miete, Energie oder Lebensmittel – überall schießen die Preise in die Höhe. 

Besonders hart trifft der Schock diejenigen, die zu Beginn der Corona-Pandemie einen Studienkredit abgeschlossen haben. Damals senkte die Bundesregierung die Zinsen während der Auszahlungsphase auf 0,0 Prozent. Viele Studierende beantragten daraufhin einen Studienkredit bei der KfW, weil sie zum Beispiel ihren Nebenjob verloren hatten und schnell eine andere Finanzierungsquelle brauchten. Nach Ablauf des Programms stiegen die Zinsen jedoch innerhalb kürzester Zeit auf die nun geltende Rekordhöhe. Nun wird die damalige Hilfe zum Problem, das darf nicht sein.

Als Bundesbildungsministerin bezeichnet Stark-Watzinger ihr Ressort als „Chancenministerium“. Auch die KfW sagt, Studienkredite seien ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit in der Hochschulbildung. Doch das funktioniert nur, wenn die Kredite ein verlässliches Finanzierungsangebot sind, statt Menschen an den Rand des finanziellen Ruins zu befördern. 

Deshalb fordern wir die Bundesbildungsministerin dazu auf: Werden Sie jetzt aktiv! Sorgen Sie dafür, dass die Zinsen für Studienkredite wieder sinken!


Wie viele Studierende sind von den Zinserhöhungen betroffen? Wie kommt der Zinssatz zustande? Und wie kann die Bundesregierung auf den Studienkreditzins Einfluss nehmen? Das erfahren Sie in den wichtigsten Fragen und Antworten zur Kampagne.

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