Standpunkt: Infantinos Ausverkauf an Finanzinvestoren stoppen! 29.07.2026 Daniel Mittler Daniel Mittler ist Co-Vorstand der Bürgerbewegung Finanzwende. Zuvor war er von 2010 bis 2021 Politischer Direktor von Greenpeace International. Der Plan der FIFA privaten Finanzinvestoren Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft anzubieten, muss gestoppt werden. DFB und Vereine müssen sich jetzt ein für alle Mal gegen Finanzinvestoren im Fußball entscheiden. Kaum ist die WM vorbei und die Aufregung um die ausgesetzte rote Karte eines amerikanischen Stars verflogen, macht die FIFA schon wieder Schlagzeilen. Diesmal auch auf den Wirtschaftsseiten. JP Morgan treibt im Auftrag von FIFA-Präsident Infantino die Ausgliederung einer Tochtergesellschaft voran, die unter anderem die Weltmeisterschaften vermarkten soll. Infantino verspricht allen FIFA-Mitgliedern Millionen – und will 4 bis 6 Milliarden von Private-Equity-Investoren wie Josh Kushner, dem Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn, einwerben. Wem das bekannt vorkommt, der erinnert sich vielleicht noch an das Jahr 2023. Denn genau so war auch das Konstrukt für die Bundesliga-Vermarktung gebaut, das die Deutsche Fußball Liga (heute Bundesliga e.V.) plante. Damals sollte eine Tochtergesellschaft gegründet werden, um Finanzinvestoren anzulocken. Genau wie die FIFA heute, versprachen die Verantwortlichen damals, es handele sich ja nur um Minderheitenrechte und man behalte trotzdem die Kontrolle. Das war damals so naiv und falsch wie heute – der Stopp der Pläne für die Bundesliga-Vermarktung war ein großer Erfolg für den deutschen Fußball. Deswegen müssen auch Infantinos Pläne so schnell wie möglich gestoppt werden. Infantinos Pläne müssen so schnell wie möglich gestoppt werden. Erfreulich: Die damals Handelnden positionieren sich diesmal klar kritisch. Joachim Watzke, einer der Betreiber des damaligen DFL-Deals mit CVC, sieht nun eine „Grenze überschritten“ und betont, dass mächtige europäische Verbände gehört werden müssen. Die UEFA, deren Vizepräsident Watzke ist, positioniert sich ebenfalls klar kritisch. Das ist genau richtig. Aber die Zeit drängt. Denn Infantino hat eine Frist bis zum 19. September gesetzt – und wertet die potentielle Annahme der versprochenen Millionen durch Mitgliedsverbände wohl als Zustimmung zu dem Deal. Der DFB und die deutschen Vereinsgremien müssen deshalb dringend handeln und ihr internationales Gewicht in die Waagschale werfen. Dabei müssen sie auch konsequent sein und generell klarstellen, dass der Fußball nicht in die Hände von Finanzinvestoren gehört. Egal ob bei der FIFA-WM, der Bundesliga oder einer möglichen Super League. Das wäre die richtige Antwort auf Infantino. Und eine späte, aber sehr erfreuliche Einsicht nach den Auseinandersetzungen um die Bundesliga-Vermarktung 2023. Finanzwende Standpunkte Kommentare, Meinungen und Forderungen von der Bürgerbewegung Finanzwende zu Themen, die die Finanzwelt aktuell bewegen. Mehr erfahren
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