Kevin Kühnert wird Bereichsleiter für Steuern, Verteilung und Lobbyismus 11.12.2025 Die Bürgerbewegung Finanzwende wächst weiter. Mit Kevin Kühnert übernimmt ein erfahrener politischer Kopf die Leitung des Bereichs Steuern, Verteilung und Lobbyismus in der überparteilichen Bürgerbewegung Finanzwende. Damit setzen wir ein klares Zeichen: Ungerechtigkeit auf den Finanzmärkten hat auch verteilungspolitische Folgen. Diese müssen endlich Teil der öffentlichen Debatte werden. Was treibt Finanzwende? Jetzt Newsletter abonnieren und auf dem Laufenden bleiben: E-Mail* Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier. Anmelden Ungleichheit als Kernproblem unserer Zeit Extreme ökonomische Ungleichheit ist ein globales Phänomen und prägt zunehmend auch Deutschland. Wo finanzielle Mittel ungleich verteilt sind, verschiebt sich politische Macht. Das hat Folgen für die Demokratie, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Fähigkeit, Krisen zu bewältigen. Die Bürgerbewegung Finanzwende arbeitet daran, diese Dynamik sichtbar zu machen und überparteilich und konstruktiv Lösungen zu erstreiten. Mit Kampagnen, Analysen und öffentlichem Druck setzen wir uns dafür ein, dass unser Zusammenleben im Sinne des Gemeinwohls gestaltet wird, nicht im Sinne der Finanzlobby. Verstärkung durch Kevin Kühnert Kevin Kühnert bringt seine Erfahrung aus der politischen Arbeit und seine Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit mit zu Finanzwende. „Extreme Ungleichheit fällt nicht vom Himmel. Sie ist menschengemacht und kann deshalb auch wieder zurückgedrängt werden“, sagt er. Bei Finanzwende wird Kevin Kühnert die Arbeit im Bereich Steuern, Verteilung und Lobbyismus strategisch weiterentwickeln und die öffentliche Debatte über gerechte Finanzpolitik mitgestalten. Er sieht in Finanzwende den Hebel, um Veränderungen zu bewirken. Und er freut sich über die Möglichkeit, in seiner neuen Aufgabe fachlich tief einzusteigen. Vielfalt als Stärke Gerhard Schick, Mitgründer und Vorstand von Finanzwende, sieht in der neuen Personalie einen wichtigen Schritt: „Als ich mit vielen anderen Finanzwende gegründet habe, hätte ich nicht unbedingt erwartet, dass hier mal ein ehemaliger SPD-Generalsekretär arbeitet – gemeinsam mit einer ehemaligen Oberstaatsanwältin und mit sehr vielen anderen engagierten Menschen. Aber eigentlich war genau das immer der Plan: Menschen mit unterschiedlichen Vorgeschichten und Fähigkeiten zusammenzubringen. Wir sind mittlerweile ein Team von mehr als 40 Menschen – und freuen uns über diese weitere Verstärkung.” Die Bürgerbewegung Finanzwende vereint parteiübergreifend Expert*innen, Aktivist*innen und Menschen aus verschiedenen beruflichen Feldern. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass Finanzmärkte den Menschen dienen. Die Arbeit von Finanzwende wird von Spender*innen und mehr als 17.000 Fördermitgliedern finanziert. Menschen wie Sie verändern Finanzmärkte Mit einer Fördermitgliedschaft unterstützen Sie unsere Arbeit regelmäßig und geben uns Planungssicherheit. Je mehr Fördermitglieder sich uns anschließen, desto mehr Gehör finden wir. Seien Sie dabei! Jetzt unterstützen Fünf Fragen an Kevin Kühnert Warum hast Du Dich entschieden, bei Finanzwende einzusteigen? Mit meinem Abschied aus der Parteipolitik habe ich den Wunsch verbunden, mich künftig stärker auf ein Thema zu konzentrieren, das die großen Krisen unserer Zeit wie ein roter Faden durchzieht: die immer weiter wachsende Ungleichheit. Finanzwende ist die Bewegung, die genau hier ansetzt. Sie bringt Menschen ganz unterschiedlicher Hintergründe zusammen, um ein Gegengewicht zur Finanzlobby aufzubauen. Das ist dringend notwendig und ich traue Finanzwende zu, die notwendigen Kräfte zu bündeln. Was bedeutet „Verteilungsgerechtigkeit“ für Dich konkret? Verteilungsgerechtigkeit heißt für mich, dass alle ihren fairen Beitrag leisten, egal ob Bürgerin, Mittelständler oder Milliardärsfamilie. Das bedeutet auch, dass Anstrengung mehr zählen muss als der Stammbaum. Heute erleben wir, dass gerade die mit den allergrößten Möglichkeiten oft Wege finden, sich ihrer Verantwortung zu entziehen. Es untergräbt das Vertrauen in Demokratie und Gesellschaft, wenn Gerechtigkeit proklamiert, dann aber nicht konsequent durchgesetzt wird. Milliardensubventionen für Überreiche und Milliardengeschenke für Banken können wir uns nicht nur ökonomisch nicht mehr leisten. Gleichzeitig kommen Menschen, die nicht genug Geld haben, um überhaupt an Finanzmärkten teilzunehmen, in der öffentlichen Debatte oft gar nicht vor – etwa bei Diskussionen über Finanzprodukte, über Verbraucherschutz oder wenn es um private Altersvorsorge geht. Armut und Scham gehen oft Hand in Hand. Die Betroffenen bleiben stumm und unsichtbar. Finanzwende kämpft dafür, dass Steuer- und Finanzpolitik wieder im Sinne dieser Menschen gestaltet wird – und nicht länger im Interesse derer mit den eh schon größten Möglichkeiten. Warum ist die Arbeit von Finanzwende überparteilich anschlussfähig? Wenn die Finanzlobby mit Hunderten Lobbyisten und Lobbyistinnen für Deregulierung eintritt und den Verbraucherschutz schwächt, betrifft das alle – egal ob man konservativ, liberal oder progressiv denkt. Finanzwende vereint Menschen, die überzeugt sind: Finanzmärkte dürfen nicht länger nur den Interessen weniger dienen. Wir brauchen Regeln, die Stabilität schaffen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern. Das ist ein Anliegen, das über politische Lager hinausgeht und Demokratinnen und Demokraten eint. Und es ist mein Anliegen. Weil ich davon überzeugt bin, dass diese Regeln notwendig sind - auch um unsere Demokratie zu sichern. Welche Rolle spielen die Finanzmärkte in den großen Krisen unserer Zeit? Die Finanzwirtschaft hat in den vergangenen Jahren Hunderte Milliarden Euro Schaden für die Allgemeinheit verursacht, etwa durch den Verkauf riskanter und nutzloser Produkte oder auch durch Steuerkriminalität wie CumEx. Die Auswirkungen ziehen sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche, in denen Investitionen ausgeblieben sind dadurch negative Folgen begünstigt haben. Das zeigt auch: Ungleichheit und Krisen sind keine Naturereignisse, sondern Ergebnisse politischer Entscheidungen unter starkem Lobbyeinfluss. Finanzwende will diesen Einfluss zurückdrängen. Finanzmärkte müssen wieder den Menschen dienen, nicht den Interessen tricksender Investmentbanker. Was möchtest Du persönlich in Deiner neuen Rolle erreichen? Ich möchte nicht viele Themen ein bisschen, sondern dieses zentrale Thema umfassend und mit Ausdauer bearbeiten. Nur so kann Veränderung gelingen. Ich will meinen Teil dafür leisten, dass Finanzwende zu einer mächtigen Gegenspielerin der Finanzlobby wird, mit klaren Forderungen, fundierten Analysen und einer starken Stimme in der Öffentlichkeit. Dafür bringe ich politische Erfahrung, Freude an guter Kommunikation und vor allem Leidenschaft für unsere gemeinsame Sache mit. Hier finden Sie ein Pressefoto und ein alternatives Pressefoto von Kevin Kühnert. Newsletter Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein, um aktuelle Informationen zu Recherchen, Kampagnen und der Finanzwende zu erhalten. Jetzt anmelden
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